Der israelische Historiker Ilan Pappe zeigt in seiner erschütternden Dokumentation, wie es
der Führung des gerade gegründeten Staates Israel gelang, die arabische Bevölkerung in den
Augen des eigenen Volkes und der Welt zu entmenschlichen, zu vertreiben und eigene
Greueltaten zu legitimieren.
Zwei Monate vor dem Ende der britischen Verwaltung Palästinas im Auftrag der UN, am 10. März 1948, trifft sich im Roten Haus in Tel Aviv, dem Hauptquartier der Untergrundmiliz Hagana, eine Runde hochrangiger zionistischer Politiker. Eingeladen hat David Ben Gurion, später Ministerpräsident Israels. Mit dabei sind Politiker und Militärführer wie unter anderem Yigal Allon (später Außenminister), Moshe Dayan (später Verteidigungs- und Außenminister), Yigael Yadin (später stellvertretender Ministerpräsident), Yitzchak Rabin (später Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger).
Sie verabreden die Endfassung eines Masterplans zur Vertreibung der arabischen Bevölkerung: "Plan Dalet" (Plan D). Das Land - nur zu elf Prozent im Besitz der jüdischen Einwanderer, die nicht einmal ein Drittel der Einwohner stellen - soll systematisch freigemacht werden für eine endgültige jüdische Besiedelung, und hierzu ist jedes Mittel recht.
Information und Bestellmöglichkeit beim Verlag Zweitausendeins
Gibt es ein jüdisches Volk? Nein, sagt
der israelische Historiker Shlomo Sand und stellt damit den
Gründungsmythos Israels radikal in Frage. Vertreibung durch die Römer? Exodus? Rückkehr nach 2000
Jahren ins Land der Väter? Alles Erfindungen europäischer Zionisten im 19. Jahrhundert, schreibt
Sand in seinem aufsehenerregenden Buch, das in Israel und Frankreich zum Bestseller wurde und
heftige Kontroversen ausgelöst hat.
Sand gehört einer Gruppe israelischer Historiker an, die sich kritisch mit der Geschichte Israels und des Zionismus befassen. Nicht das Existenzrecht Israels stellen sie in Frage, sondern den auf Legenden beruhenden Alleinanspruch auf das Gelobte Land. Das Judentum, so Sand, ist eine religiöse, keine ethnische Gemeinschaft. Wenn überhaupt, sind eher die Palästinenser als die aus Europa eingewanderten Juden ethnische Nachkommen der biblischen Israeliten. Bei aller Provokation stellt Sands Buch eine fundierte Auseinandersetzung mit der 3000-jährigen Geschichte des Judentums dar. Doch weil der Autor als engagierter Vorkämpfer für eine offenere Politik Israels gegenüber seinen arabischen Nachbarn auftritt, ist es vor allem als Streitschrift wahrgenommen worden. Gerade in Deutschland wird das Buch für Aufsehen und breite Diskussionen sorgen.
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Im Lauf der Jahre sind Tausende Palästinenser unter der Beschuldigung verhaftet worden, sie unterhielten Verbindungen zu einer Organisation, einer Einrichtung, einem Büro, einer Bewegung, einem Zweig, einem Zentrum, einem Komitee, einer Teilgruppe oder einer sonstigen Gruppierung, die das israelische Gesetz als „feindlich“ oder „terroristisch“ brandmarkt und in einer ständig wachsenden Liste verbotener Vereinigungen aufführt.
Verordnung Nr. 85 der noch aus der britischen Mandatszeit stammenden Verteidigungs(Notstands)-Vorschriften von 1945 nennt zehn Verstöße, die die Mitgliedschaft oder Unterstützung einer verbotenen Vereinigung betreffen, und zählt die Strafen für diese Verstöße auf. Der willkürliche Charakter dieses Gesetzes, das den besetzten Gebieten auferlegt ist und das nahezu jede Situation und jeden Menschen erfasst, zeigt sich in Absatz 9 der Verordnung Nr. 85 (in der Überarbeitung von 1946 und 1947). Sie bestimmt, dass sich jeder strafbar macht, der im Namen einer verbotenen Vereinigung handelt - durch schriftliche oder mündliche Äußerungen, durch Worte, Gesten oder andere Darstellungsmittel, direkt oder indirekt, gleich ob implizit, durch Andeutung, mögliche Schlussfolgerung oder auf andere Weise.
Es ist schwer vorstellbar, dass irgend jemand in der Lage ist, sich gegen einen derartigen Verdacht zu wehren – noch weniger ein Palästinenser, der der Besatzung auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.
Bestellmöglichkeit melzer-verlag.deDer Autor erarbeitet eine klare Abgrenzung zwischen den Begriffen Judentum und Zionismus sowie Antizionismus und Antisemitismus. Er erläutert an geschichtlichen und aktuellen Beispielen, warum ein Jude nicht automatisch ein Zionist ist, und dass Antizionismus keinesfalls immer mit Antisemitismus einhergeht.
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Zu Recht sieht er aber seine Aufgabe nicht darin, einen "Friedensplan" zu entwerfen. Statt
dessen widerlegt er Legenden, die einer Lösung entgegenstehen - z.B. die auch in Teilen
der Linken gern geglaubte Darstellung, der israelische Premierminister Ehud Barak habe im
Juli 2000 in Camp David Arafat ein "großzügiges Angebot" gemacht, das Arafat in
verantwortungsloser Weise ausgeschlagen habe. In Camp David habe "praktisch ein
viergeteilter palästinensischer Staat zur Diskussion gestanden", schreibt Gresh, "auf der
anderen Seite wollte Israel in keiner Verhandlungsphase auf die Kontrolle über einen Teil
des Jordan und die Außengrenzen sowie den Luftraum des palästinensischen Staats
verzichten."... Vollständiger Artikel zu diesem Buch bei ak-analyse+kritik
Der Überfall der israelischen Armee auf den Gaza-Streifen im Winter 2008/09 hat weltweit schockiert. Gerechtfertigt wird das Vorgehen wieder einmal mit "Selbstverteidigung gegen palästinensische Angriffe". Die völkerrechtswidrige Besatzung, Abriegelung und Besiedlung von Palästinensergebiet werden dabei genauso Übergangen wie die massive Überlegenheit der israelischen Seite und die tatsächliche Opferbilanz.
Die deutsche Bundesregierung, EU und USA stehen bisher "bedingungslos an der Seite Israels" - politisch, diplomatisch, durch Wirtschafts- und Rüstungshilfe. Doch angesichts erdrückender Beweise, Bilder und Berichte über Täter und Opfer ist ein Großteil der internationalen Öffentlichkeit nicht mehr bereit, dies hinzunehmen.
Auch in der deutschen Linken und der Friedensbewegung sind sich viele der unerträglichen Situation im Nahen Osten, der schweren Menschen- und Völkerrechtsverletzungen durch Israel, aber auch der zunehmenden Rechtsentwicklung und Verrohung der israelischen Gesellschaft bewusst. Dennoch sind politische Rat- und Hilflosigkeit, aber auch falsche Positionierung verbreitet, wie es sich einmal mehr im "Fall Dierkes" zeigte, einem Fall von versuchtem politischem Rufmord im Dienste der begriffslosen "Solidarität mit Israel". Unterdessen entwickeln sich die Debatten und Aktivitäten mit dem Ziel eines gerechten Friedens zu einer weltweiten Bewegung. Sie umfasst Gewerkschaften, Frauengruppen, jüdische Gruppierungen, Akademiker, Bauern- und Landlosenbewegungen, Antimilitaristen und viele andere mehr.
Bestellmöglichkeit neuerispverlag.de
Seit über zwanzig Jahren ist Kai Wiedenhöfer im Nahen Osten unterwegs. Dort sind viele Journalisten
und Fotografen, um der Welt von den Konflikten zwischen Israelis und Palästinensern zu berichten.
Doch keiner konzentriert sich wie Wiedenhöfer ausschließlich auf Gaza. Und anders als die meisten,
fotografiert er noch dort, wenn sich die internationale Aufmerksamkeit längst wieder anderen Themen
zugewendet hat. Auch 2009, ein Jahr nach dem Angriff der israelischen Armee, war Wiedenhöfer in
Gaza. Bei dieser Recherchereise entstanden verstörend ruhige, fast repetitive Panoramabilder von
zerstörten Gebäuden und Porträts versehrter Körper. Auf den Fassadenresten niedergebombter Häuser
und den Gliedmaßen der Palästinenser zeigt Kai Wiedenhöfer in seiner eigenen dokumentarischen
Ästhetik die Landschaft des Kriegs, eine Geographie der Zerstörung.
Steidl Verlag – € 34.00
Alles ist wie immer ist der Titel seines ersten Erzählbandes, in dem Insassen eines Flüchtlingslagers von ihren Erfahrungen berichten. In der Grundschule pflegte der Landeskundelehrer zu erzählen, dass sich die menschlichen Gemeinschaften in Stadt, Dorf und Wüste eingliedern ließen. Und das Flüchtlingslager? fragte sich der Schüler Abu-Saif, der weder die Stadt, noch das Dorf, noch die Wüste kannte....
Auf der Website des deutsch-arabischen Literaturforums Midad, gibt es eine lange Liste palästinenischer und arabischer Autoren und deren Werke
Midad, deutsch-arabisches LiteraturforumBestellmöglichkeit unionsverlag.com
Flapans kritische Analyse bietet historische und politische Enthüllungen, die die Geschichte Israels seit 1948 in einem neuen Licht erscheinen lassen, indem sie die offizielle Geschichtsschreibung in großen Teilen als isralelische Propaganda entlarven. Damit wird es möglich, den arabisch-israelischen Konflikt besser zu verstehen und eine realistischere und humanere Lösung als die seit vielen Jahren versuchte militärische ins Auge zu fassen.
Bestellmöglichkeit perlentaucher.de
Die zentrale These des neuen Buches von John Rose lautet, dass der Zionismus
durch eine Anzahl von Mythen zusammengehalten wird. Und John Rose macht sich daran, 'die
mythische Geschichte des Zionismus zu zerstören'. Er stellt fast alles in Frage, was der
israelischen politischen Elite heilig ist, und kommt zum Schluss: 'Der Zionismus ist das
Problem: Seine Beseitigung ist die Voraussetzung für Frieden im Nahen Osten; sie ist die
Vorbedingung f∏r eine jüdisch-arabische Versöhnung.' Rose trennt fein säuberlich die
Fakten von der Fiktion und den Mythen, welche die zionistischen Repräsentanten vor der
Staatsgründung und die israelischen Politiker danach geschaffen bzw. gehegt und gepflegt
haben.
John Rose, ist Dozent für Soziologie am Southwark College und an der London Metropolitan University. Der Wissenschaftler jüdischer Herkunft ist bekannt als Kritiker des Zionismus; er ist führendes Mitglied der Socialist Workers Party und deren Sprecher in Fragen des Palästinakonflikts. John Rose lebt in London.
Bezeichnenderweise fand sich in Deutschland kein Verleger, das Buch erschien in der Schweiz im Rotpunktverlag
Nusseibehs Buch ist ein einzigartiges Zeugnis des palästinensischen Dramas, bewundernswert mutig in seiner geistigen Unabhängigkeit und im unermüdlichen Werben für rationale, humane Lösungen.
Bestellmöglichkeit kunstmann.de
It is the savage cruelty experienced by those who survived Israel's assault that will
ultimately
define the legacy of that devastated square mile of earth. Their story must be told and
remembered.“
Dr. James Zogby, founder and president of the Arab American Institute (AAI)
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Das Judentum, meine Heimat, ist in die Hände von Leuten gefallen, denen Volk und Nation höhere Werte sind als Gerechtigkeit und Nächstenliebe.“ Mit seinem Buch möchte Rolf Verleger einen Beitrag dazu leisten, dass sich dies ändert. Er beschreibt seine jüdischen Wurzeln als persönlichen Hintergrund und umreißt die Geschichte des Zionismus...
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Ein Dokument zukunftsprägender Jahre und eine Denkschrift über das Drama des Westens im Nahen Osten.
Bestellmöglichkeit www.navidkermani.de
Bestellmöglichkeit buecher.de
Es ist der Sechs-Tage- Krieg im Jahr 1967, der Hanan Ashrawi endgültig in die Politik hineinzieht. Von den Ereignissen in Beirut überrascht, verweigern ihr die israelischen Behörden die Rückkehr in die Heimat. Ein Stipendium ermöglicht ihr schließlich die Ausreise in die USA. Sie wird Mitglied der General Union of Palestinian Students und schon bald deren Sprecherin. Erst 1973 darf Hanan Ashrawi zurück in die Heimat. An der Bir-Zeit- Universität nahe Ramallah wird ihr die Leitung des Fachbereichs für Englisch übertragen...
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Der erste umfangreiche (440 Seiten), palästinensische Reiseführer über Palästina. Bis jetzt ist er in Englisch und Französisch erschienen, eine deutsche Ausgabe ist in Arbeit.
Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit unter: atg.ps
Die neue Intifada / Der Nahe Osten: Zwischen Unterdrückung und Revolte / Das Scheitern des sogenannten Friedensprozesses und Israels Friedensbewegung / Israel und die antinationale Linke / Die Juden, Israel und der Holocaust
www.edition-aurora.de
oder direkt
zur Buchbeschreibung
www.edition-aurora.de/palaestina
Welche Rolle spielt Israel im Nahen Osten für die westlichen Industriestaaten?
Die
Eroberungskriege Israels
Der palästinensische Freiheitskampf,
Was ist Zionismus?
Bestellmöglichkeit DVA.de